Mission impossible…oder wie man mit der Familie essen geht

Essen gehen mit der Familie…das geht so…ich nehme 1 Mio Autos mit…nach fünf Sekunden spielt Noi mit den Mio Autos und Levi wirft sie ihm an den Kopf…dann rennt dieser lachend weg….vorzugsweise auf eine viel befahrene Straße. Während einer von uns unseren Kleinsten vor dem Tode rettet, kippt sich der andere ein Glas Alkohol auf Ex runter…das entspannt. Dann folgt Runde 2. Levi wird in den Kindersitz, den das Restaurant sicherheitshalber schon mal platziert hat, geschnallt. Hier gewinnen wir wertvolle Sekunden in denen der tansmanische Teufel zum begeisterten Tüftler avanciert, der sich gerne selbst anschnallen möchte. Wir riskieren einen potentiellen Sturz aus dem Hochstuhl zugunsten der Menüauswahl, die nur in diesem ruhigen Moment möglich ist (andernfalls bekommen wir das Menü auf den Kopf gehauen oder sämtliche Gläser werden von der Tischdecke gehauen). Nun, da sich der Knobelspaß dem Ende neigt, denn die Hochstuhlschnalle wurde erfolgreich zugeschnallt, stellt der Spross allerdings fest, dass er sich selbst seine Grube gegraben hat, denn er kann nun nicht mehr „Laufen…Noi…Autos spielen“. Der naive Kellner bringt Wachsmalstifte, aber bevor ich nach Papier fragen kann ist die Tischdecke verziert…also lieber schnell weg und nen Teller drauf….(thank you…my son cannot draw…he is too small…) war schon so…Noi, der nun auch Aufmerksamkeit möchte, macht einfach laute Geräusche und zieht Grimassen…dabei haut er seinem Bruder auf den Kopf, na klar…warum auch nicht…In der Hoffnung, dass die Kinder sich mit uns etwas über den schönen Tag unterhalten, an dem Levi nackig den gesamten Strand abgerannt ist und auf die Strandliege gepullert hat und Noi mehrfach betont hat wie langweilig alles ist, versucht meist Elton sein Glück und bekommt oftmals zum Dank ein Spielzeugauto ins Gesicht geworfen , den der Treue Noi seinem Bruder anreicht (ich nutze diesen Moment, um mich weiter an dem Wein zu erlaben…schließlich müssen wir noch das ganze Essen überstehen).
Zum Dank an die Auto-Gesicht-Attacke mit anschließendem Geschrei aller Marku-Männer (Noi bekommt oft das abgeprallte Auto auch noch ab,da er irgendwie immer ungünstig steht) darf Levi wieder raus. FunFact: Prüfungsfrage bei der Approbation ist es manchmal ein Beispiel für die operante Verstärkung zu geben…tadaaa…aber zum Glück ist das hier ja keine Prüfung,sondern nur der tägliche Wahnsinn.
Levi rennt nun also mit einem teuflischen Lachen durch das gesamte Restaurant, Noi mit Tränen in den Augen hinterher. Elfie sucht völlig entnervt nach Rückflugtickets und schwört auf sein heiliges Bier, nie wieder in den Urlaub zu fahren…zumindest nicht mit uns…und ich summe bereits leicht beschwipst ein Liedchen vor mich hin über eine arme Katze und plane den nächsten Urlaub . Nun kommt der Showdown….das Essen kommt. Während der Kellner hecktisch hinter sich schaut und hofft, dass kein Kind ihn umwirft (jaaa…auch er lernt dazu), wirft er uns schnell die Teller auf den Tisch und rennt weg…unsere Verantwortung was nun mit dem heißen Essen geschieht…Wir rufen lauthals die Kinder…darf ruhig jeder hören, dass die Familie Marku nun gedenkt zu speisen, um sich in Sicherheit vor fliegenden Nudeln, Gabeln oder sonst was zu bringen, und da kommen sie auch schon angerannt. Noi wirft sich auf den Stuhl und verschlingt seine Spaghetti noch bevor der Popo die Sitzfläche berührt, Levi steht ihm nicht nach…muss sich nur vorher nochmal selbst anschnallen. Wieder wertvolle Sekunden, in denen Elton und ich das Essen runterschlingen können. Sooo Levolino sitzt…Spaghetti werden bewaffnet mit Löffel und Gabel schnabuliert. Lätzchen sind selbstverständlich Tabu…die Soße gehört auf die Kleidung…sonst schmeckt es nicht so richtig…Wichtig ist es nun, ganz genau zu beobachten, wann sich das sättigungsgefühl einstellt…und dann schnell das Besteck aus der Hand zu nehmen…sonst fliegt gerne auch ein Löffel zum Nachbartisch…die sollen auch köstliche Spaghetti probieren.

Ich liebe Urlaube…und bei dir so? ❤️

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